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Hochschulorganisation, -steuerung und -finanzierung

 

Qualität als Hochschulpolitik?


Hochschulpolitik als Komplexitätsproblem


Hochschulgovernance, -organisation und -kultur


Budgetierung und Hochschulfinanzierung


Studiengebühren


Finanzielle Auswirkungen einer Akademisierung der Erzieher/innen-Ausbildung


 Handwörterbuch zur Hochschulreform


Qualitätsmanagement im österreichischen Fachhochschulsektor


Hochschulföderalismus

 

Hochschulgovernance in Sachsen-Anhalt

 

 

Qualität als Hochschulpolitik? Leistungsfähigkeit und Grenzen eines Policy-Ansatzes

Das Projekt widmet sich der Beantwortung zweier Fragen: (a) Ist Qualität als Hochschulpolitik möglich? (b) Sofern ja: Ist das im angelsächsischen Raum vorherrschende quantifizierende Qualitätsverständnis eine angemessene Grundlage solcher Politik oder vielmehr die deutsche Tradition einer sophistisch durchwirkten Problematisierungsdebatte - oder aber ein so sachlich angemessenes wie hinreichend pragmatisiertes Qualitätsverständnis, das bei dieser Gelegenheit zu formulieren wäre?

Publikationen



Hochschulpolitik als Komplexitätsproblem

Die analytischen Ausgangspunkte des inzwischen abgeschlossenen Projekts waren: Hochschulreformen sind gezielte Interventionen in komplexe Systeme. Die deutschen Hochschulen gelten als überdurchschnittlich reformresistent. Aus den Erklärungen für diese Resistenz lassen sich zwei einander entgegenstehende Auffassungen extrahieren: Die eine attestiert den reformerischen Lösungsversuchen, unterkomplex zu sein, weshalb Hochschulreformen immer wieder steckenbleiben. Die andere macht den Umstand, dass die Problemlösungsansätze überkomplex seien, dafür verantwortlich, dass Hochschulreformen fortwährend unterhalb der angezielten Veränderungen enden. Wie ist angesichts dessen mit der gesellschaftlichen Anforderung umzugehen, dass auch im Hochschulsektor die Problemlösungen den aufgelaufenen Problemen entsprechen sollen? Der Beantwortung dieser Frage widmen sich sechs Fallstudien, die wesentliche Linien der aktuellen Hochschulreformprozess e in den Blick nehmen: Die ostdeutsche Hochschultransformation der 90er Jahre als Radikalintervention in ein gewachsenes System - formal abgeschlossen, aber ein intensives Nachleben entfaltend - wird als Geschichte einer Komplexitätsreduktion beschrieben. Die Internationalisierungsstrategien der deutschen Hochschulen werden zwischen Pragmatik und Innovation verortet. Auf einer Folie der Funktionen von Hochschulbildung finden sich die aktuellen Debatten um gestufte Abschlüsse abgebildet und kritisch bewertet. Hieran knüpft eine Studie zum lebenslangen Lernen als Funktionserweiterung der Hochschulen an: hochkomplexe Erwartungen werden mit den hochschulseitigen Reaktionen darauf konfrontiert. Sodann wird Qualitätssicherung als Komplexitätsproblem beschrieben und dergestalt ihre Handhabung als Zentralthema der Hochschulreform problematisiert. Damit ist zugleich der Bogen geschlagen zur sechsten Fallstudie, die sich Optionen der Qualitätsentwicklung in Europa widmet. Eine einführende Erörterung am Beginn des Bandes fixiert die übergreifende Problemstellung, und resümierende Betrachtungen am Ende destillieren die wichtigsten Antwortpotentiale aus den Fallstudien.

Publikationen



Hochschulgovernance, -organisation und -kultur

Hochschulen sind autonomie-begünstigt, eigensinnig und als staatliche wie staatsferne Veranstaltung organisiert. Die hochschulpolitische Steuerung bemüht sich seit Jahren um eine regulierte Deregulierung. Angesichts dessen ist klärungsbedürftig, ob die Paradoxien der Steuerung angemessene Reaktionen auf die Paradoxien der Organisation sind.

Publikationen

Präsentationen



Budgetierung der Hochschulhaushalte und Hochschulfinanzierung

Globalisierung bzw. Flexibilisierung der Hochschulhaushalte ist ein Projekt, bei dem die Interessenschnittmenge zwischen den im übrigen heftig konfligierenden Partnern der Hochschulpolitik so groß ist, dass die flächendeckende Durchsetzung prinzipieller Globalzuweisungen absehbar ist. Das Interesse der Hochschulen an Selbststeuerungszuwachs einerseits und das Interesse des Staates an der Delegierung der Konflikte um die Verteilung stagnierender bzw. verminderter Mittel andererseits überlappen sich hinreichend. Das vereint beide Partner darin, sonstige Bedenken über Risiken und Nebenwirkungen der Budgetierung zurückzustellen. Eine Reihe von Problemen wird dann ,lediglich noch' der Umgang mit diesen globalisierten Haushalten aufwerfen: d.h. wie die Höhe der Globalzuweisung zu bestimmen ist, wie hochschulintern die Mittelverteilungen zu bewerkstelligen sind, und wie diverse Folgeproblem gelöst werden könnten. Im Weiteren geht es um Studiengebühren, ihr Für und Wider sowie ihre Effekte, und die finanziellen Auswirkungen der Akademisierung des Erzieher/innen-Berufs.

Publikationen



Studiengebühren

Über Für und Wider von Studiengebühren wurde in Deutschland seit Beginn der 90er Jahre mit zunehmender Intensität diskutiert. Nach der Jahrhundertwende führten einige Länder zunächst Gebühren für Langzeitstudierende und für Zweitstudien ein. 2007 begannen sieben Bundesländer – in denen ca. 70% aller an deutschen Hochschulen Immatrikulierten studieren –, auch Gebühren für das Erststudium zu erheben. Damit wurde ein konkurrenzföderalistischer Feldversuch eröffnet: In diesem wird sich erweisen, welche Erwartungen und Befürchtungen, die sich mit der Einführung von Studiengebühren verbanden und verbinden, tatsächlich eintreten.

Publikationen



Finanzielle Auswirkungen einer Akademisierung der Erzieher/innen-Ausbildung

In der elementarpädagogischen Fachdiskussion gilt es als dringend erforderlich, das in der Vorschulphase wirkende pädagogische Personal höher als bisher zu qualifizieren, d.h. nicht mehr auf Fachschul-, sondern auf Hochschulebene auszubilden. Dem steht die Auffassung gegenüber, dass diese Höherqualifikation deutliche Kostensteigerungen zur Folge hätte. Im Auftrag der Kommission des 12. Kinder- und Jugendberichts der Bundesregierung hat HoF Wittenberg eine bildungsökonomische Berechnung der Kosten, die sich aus einer Verlagerung der Erzieher/innen-Ausbildung in den Hochschulsektor ergeben würden, vorgenommen. Hierzu wurden drei Kostenblöcke, die zu berücksichtigen sind, einer näheren Betrachtung unterzogen: Ausbildungskosten, institutionelle Transformationskosten und Arbeitskosten. Die Ergebnisse: (a) Kostensteigerungen im Ausbildungsbereich fallen insbesondere für den Fall des FH-Studiums (Bachelor) gering aus. Werden die im Schulbereich entstehenden Kosten für den Erwerb der Hochschulreife mit einbezogen, dann würden sich bundesweit Mehrkosten von jährlich ca. 20 Millionen Euro ergeben. (b) Institutionelle Kosten, die sich aus einem Übergang der Erzieher/innen-Ausbildung von den Fachschulen zu den Hochschulen ergeben würden, sind in ihren Größenordnungen vernachlässigbar; im Sachkostenbereich ist von Entlastungen auszugehen. (c) Eine Vergrößerung der Gesamtsumme der gesellschaftlich aufzuwendenden Arbeitskosten kommt weder zu Stande, wenn das Vergütungsniveau der dann akademisierten Erziehr/innen nicht angehoben wird, noch wenn es angehoben wird: der zurückgehende Erzieher/innen-Bedarf in Folge abnehmender Kinderzahlen und die Verrentung vergleichsweise vergütungsintensiver Angehöriger höherer Dienstaltersgruppen würden selbst im Falle von Vergütungsanhebungen zu in der Summe geringeren Personalkosten führen. Die Zeit für einen Systemwechsel in der Erzieher/innen-Ausbildung ist insoweit vergleichsweise günstig, da ihm keine durchschlagenden Kostenargumente entgegenstehen. Da sich durch die sinkende Kinderzahl in jedem Fall die Gesamtkosten verringern, wären selbst bei angehobenen Individualvergütungen der Erzieher/innen noch finanzielle Spielräume vorhanden, um pädagogisch und gesellschaftlich wünschenswerte Anliegen wie die Verkleinerung von Gruppengrößen oder die Ausweitung von Betreuungszeiten umzusetzen. Vor diesem Hintergrund können sich alle weiteren Diskussionen auf inhaltliche Aspekte beziehen.

Publikationen



Handwörterbuch zur Hochschulreform

Die aktuelle Hochschulreform ist in Folge der Übernahme bzw. Adaption betriebswirtschaftlicher Konzepte und inter-nationaler Einflüsse durch eine beträchtliche Erweiterung ihres Vokabulars gekennzeichnet. Dies stellt für viele Akteure eine beträchtliche Einstiegshürde in die entsprechenden Debatten dar, wirkt also unter dem Aspekt der Beteiligung und Legitimation kontraproduktiv. Das Glossar schafft die Voraussetzungen dafür, dass an den aktuellen Hochschulreformen Interessierte sich sowohl effizient wie auch hochschulbezogen ins Bild setzen können - eine Verbindung, die es andernorts noch nicht gibt: Betriebswirtschaftliche Handwörterbücher sind nicht hochschulbezogen, und Hochschulmanagement-Publikationen sind für eine Nutzung als tägliches Arbeitsmittel zu ausführlich.

Publikationen



Qualitätsmanagement im österreichischen Fachhochschulsektor

Im Auftrag der österreichischen Fachhochschulkonferenz (FHK) werden die Möglichkeiten internen Qualitätsmanagements (QM) an Fachhochschulen untersucht. Hierzu wird der aktuelle Standes des QM an österreichischen fachhochschulischen Einrichtungen erhoben, wobei insbesondere erfolgreiche Institutionen identifiziert und deren Erfahrungen hinsichtlich ihrer Nachnutzbarkeit bewertet werden sollen. Systematisch geht die Untersuchung davon aus, dass QM-Systeme, die ursprünglich der Optimierung industrieller Massenfertigung von Autos oder Kassettenrecordern dienten, sich nicht umstandslos in den hochschulischen Bereich überführen lassen; ebenso sind die unterdessen für den Bereich der Dienstleistungsökonomie entwickelten QM-Systeme nicht ohne Weiteres integrationsfähig, da im hochschulischen Sektor die nicht monetär abzubildenden Anteile der Organisationseffektivität überwiegen. Daher muss jedes QM-Instrument vor einem Hochschuleinsatz einer Hochschulverträglichkeitsprüfung unterzogen werden. Die Ergebnisse dieser Prüfung im Einzelfall können dreierlei sein: (a) das jeweilige Instrument muss als ungeeignet verworfen werden, (b) es kann durch Anpassungsmaßnahmen adaptiert werden, oder (c) es erweist als unmittelbar integrationsfähig. Zentrales Kriterium dieser Prüfung ist die Beantwortung der Frage, ob das jeweilige QM-Instrument der Umsetzung der Organisationsziele dienlich ist. Zentral ist dabei in jedem Falle die Beachtung zweier Essentials jeglicher Organisationsentwicklung an Hochschulen: zum einen die Stakeholder-Orientierungen als wesentliche Grundlage für Zieldefinitionen einzubeziehen, um externe Akzeptanz zu erlangen und zu sichern; zum anderen die Herstellung und Sicherung von Transparenz, um interne Akzeptanz zu erlangen und zu sichern.

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Hochschulföderalismus

Hochschulföderalismus stellt in Deutschland kein neues Phänomen dar. Allerdings war er bislang eingebettet in eine enge Verflechtung auf horizontaler Ebene – der Länder untereinander – und auf vertikaler Ebene – zwischen Bund und Ländern. Auf der horizontalen Ebene fand lange Zeit eine Bewegung von einem reinen zu einem kooperativen Kulturföderalismus statt. Für die vertikale Ebene wurde hinsichtlich der Hochschulen in gewissem Umfang ein Kondominium von Bund und Ländern etabliert. Ausgelöst durch die Föderalismusreform ändert sich diese Entwicklung nunmehr prinzipiell. Hochschulpolitisch bedeutet das zweierlei: Auf der vertikalen Ebene findet eine grundsätzliche Entflechtung statt. Auf der horizontalen Ebene treffen die Länder als gestärkte Akteure aufeinander und müssen sich ein neues kultusbezogenes Verständnis der Grundsätze der Einheitlichkeit der Lebensverhältnisse und der Bundestreue erarbeiten. Der Ausgang dieses Prozesses ist noch offen.

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Zusammenfassung der Ergebnisse



Hochschulgovernance in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt existiert seit Dezember 2011 die dritte Generation von Zielvereinbarungen zwischen Land und Hochschulen. In Kooperation von HoF und WZW Wissenschaftszentrum Sachsen-Anhalt werden Optionen der Berichterstattung und der Evaluation aufbereitet, in einen Diskussionsprozess zwischen Land und Hochschulen eingespeist und die Ergebnisse dieses Diskussionsprozesses in ein Anwendungsmodell überführt.

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