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Publikationen zu »Hochschul- und Wissenschaftszeitgeschichte – Allgemeines«

 


Peer Pasternack
Die DDR-Gesellschaftswissenschaften post mortem: Ein Vierteljahrhundert Nachleben (1990-2015).
Zwischenfazit und bibliografische Dokumentation

unt. Mitarb. v. Daniel Hechler
BWV Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2016, 613 S.
ISBN 978-3-8305-3620-8.

Die Gesellschaftswissenschaften fassten in der DDR die Geistes- und Sozialwissenschaften zusammen – als die Wissenschaften von der Gesellschaft, die nicht in idealistischer Tradition unterschieden werden sollten zwischen den Wissenschaften von den Ideen und den Wissenschaften vom Handeln. Die ihnen zugehörigen Fächer hatten seit 1990 zu einem beträchtlichen Teil ihre staatlich unterhaltenen Strukturen verloren. Zugleich aber entfalteten die DDR-Gesellschaftswissenschaften ein postmortales Nachleben: in Gestalt der Dokumentation ihrer Hinterlassenschaften und der Erfahrungen ihrer Protagonisten, der Sicherung von Datenbeständen sowie wissenschaftlicher Erkundungen durch Dritte. Daraus entstand ein Literaturgebirge von rund 1.700 selbstständigen Publikationen. Dieses wird hier im Überblick ausgewertet und, mit Annotationen versehen, bibliografisch dokumentiert.

Inhaltsverzeichnis und Leseprobe: Peer Pasternack: Die DDR-Gesellschaftswissenschaften post mortem: Ein Vierteljahrhundert Nachleben (1990-2015). Zwischenfazit und bibliografische Dokumentation.

 

 

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Peer Pasternack / Daniel Hechler:
Hochschulzeitgeschichte. Handlungsoptionen für einen souveränen Umgang.
(HoF-Handreichungen 1).
Institut für Hochschulforschung (HoF), Wittenberg 2013. 99 S.
ISBN 978-3-937573-32-8.

Werden Problem­sach­ver­halte aus der Zeit­geschichte deutscher Hoch­schulen skandalisiert, so ist deren öffent­liches Empörungs­potenzial in der Regel recht hoch. Die Souveränität der Hoch­schulen, darauf zu reagieren, fällt dagegen häufig ab. Der Grund: Das Wissen um die eigene Zeit­geschichte ist in der Regel un­systematisch, lücken­haft und selbst dann, wenn ent­sprechende Auf­arbeitungen längst vor­liegen, un­genügend präsent. Die Hand­reichung stellt dar, was unter­nommen werden kann, um dem zu ent­gehen. Die dort ent­wickelten Hand­lungs­optionen folgen einem realistischen An­satz: Wie kann unter Berück­sichtigung ein­schränkender Rahmen­bedingungen – z.B. Ressourcen­problemen – ein adäquater Umgang mit der hoch­schulischen Zeit­geschichte gefunden werden?

Peer Pasternack / Daniel Hechler: Hochschulzeitgeschichte. Handlungsoptionen für einen souveränen Umgang (HoF-Handreichungen 1);
Original-Netzquelle (= die hochschule).

 

 

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Peer Pasternack (Hg.):
Hochschul- und Wissensgeschichte in zeithistorischer Perspektive. 15 Jahre zeitgeschichtliche Forschung am Institut für Hochschulforschung Halle-Wittenberg (HoF)
(HoF-Arbeitsbericht 4’12),
Institut für Hochschulforschung (HoF), Halle-Wittenberg 2012. 135 S.

Das Institut für Hochschulforschung Halle-Wittenberg (HoF) befasst sich im Hauptgeschäft vorrangig mit gegenwartsbezogenen Fragestellungen der Hochschulentwicklung. Daneben hat sich über die Jahre hin ein eigenständiger Forschungsstrang zur Zeitgeschichte von Hochschule, Wissenschaft und Bildung etabliert: 42 Projekte sind in diesem Rahmen innerhalb der letzten 15 Jahre realisiert worden. Damit ist HoF die einzige unter den deutschen Hochschulforschungseinrichtungen, die kontinuierlich auch (zeit)historische Themen bearbeitet.
Seit 1997 sind aus dem Institut heraus acht Monografien, 19 Sammelwerke, 17 Forschungsreports und 146 Artikel zur Zeitgeschichte von Hochschule, Wissenschaft und Bildung veröffentlicht worden. All dies summiert sich auf rund 12.000 Druckseiten. Diese finden sich nun in einer Publikation auf etwas mehr als 100 Seiten, d.h. rund ein Prozent, komprimiert: Die zentralen Ergebnisse jedes der Projekte bzw. mehrerer thematisch affiner Projekte werden auf jeweils drei Seiten zusammengefasst.

Peer Pasternack: Hochschul- und Wissensgeschichte in zeithistorischer Perspektive. 15 Jahre zeitgeschichtliche Forschung am Institut für Hochschulforschung Halle-Wittenberg (HoF);

Original-Netzquelle (= Institut für Hochschulforschung Halle-Wittenberg).

 

 

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Peer Pasternack / Carsten von Wissel:
Programmatische Konzepte der Hochschulentwicklung in Deutschland seit 1945 (Böckler Arbeitspapier 204).
Hans-Böckler-Stiftung, Düsseldorf 2010. 76 S.

Elf Konzepte, welche die hochschulpolitische Debatte in Deutschland seit 1945 maßgeblich beeinflusst haben, werden kurz und übersichtlich aufbereitet: Humboldtsche Universitätskonzeption; Ordinarienuniversität; Gruppenuniversität; inklusionsorientierte Hochschule; Kritische Wissenschaft – Kritische Universität; Hochschule als Infrastruktur und regionaler Innovationsmotor; Wissenschaft als Produktivkraft: sozialistische Hochschule in der DDR; Geschlechtergerechte Hochschule; Hochschule im Wettbewerb; Bologna-Hochschule; Mode 2. Die Darstellungen folgen jeweils einem einheitlichen Muster mit drei Punkten: Konzeptualisierung von Hochschule (Grundideen und zentrale Aussagen, Entstehungszeit, Hinweise auf Schlüsseltexte); Hauptvertreter (wissenschaftliche Autoren/Autorinnen oder politische Akteure); Wirkungsgeschichte (Wirkungszeitraum, hauptsächlicher Wirkungsbereich, Nachwirkungen). Auf diese Weise wird ein effektiver Überblick über ein reichliches halbes Jahrhundert Hochschuldiskussion in Deutschland ermöglicht. In einer resümierenden Erörterung finden sich alle programmatischen Konzepte knapp zusammengefasst und kurz ergänzt um vier Konzepte, die entweder mit hoher Wahrscheinlichkeit künftig eine wichtige Rolle spielen werden oder aber eine solche spielen sollten: Familiengerechte Hochschule, Exzellenzuniversität, Nachhaltige Hochschule sowie Virtuelle Hochschule. Eine abschließende Übersicht vergleicht die insgesamt 15 Konzepte anhand von sechs Kriterien: Menschenbild, Verhältnis von Hochschule und Gesellschaft, Zweck der Hochschule, Bildungsbegriff, Funktionsbindung, Verhältnis von Idealbild und Realbild sowie Hochschulorganisation.

Peer Pasternack / Carsten von Wissel: Programmatische Konzepte der Hochschulentwicklung in Deutschland seit 1945;
Original-Netzquelle (= Hans-Böckler-Stiftung).

 

 

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Falk Bretschneider / Peer Pasternack (Hg.):
Akademische Rituale.
Symbolische Praxis an Hochschulen.

AK-HpÖ, Leipzig 1999. 370 S.
ISBN 3-9806319-3-1.

Seit 1990 kommt es zu einer allgemeinen Wiederbelebung akademischer Rituale in Deutschland. Diese Entwicklung ging und geht nicht allein von ostdeutschen Hochschulen aus, erhielt von dort aber wesentliche Impulse. Peer Pasternack, Mitarbeiter am HoF Wittenberg, hat gemeinsam mit Falk Bretschneider nun eine Bilanz über 10 Jahre gesamtdeutsche Rituale im Hochschulbereich herausgegeben.
Es schreiben: Wolfgang Kraushaar über "Symbolzertrümmerung. Der Angriff der Studentenbewegung auf die Insignien universitärer Macht"; Michael Daxner zu den "Akademischen Ritualen der Gruppenuniversität"; Reinhard Kreckel gibt in einem Interview Auskunft zu "Talaren über Latzhosen"; Torsten Bultmann scheibt über "Die Eliten und die Massen. Kritik eines bildungspolitischen Stereotyps"; Karl-Heinz Siehr & Elisabeth Bemer über "Studentensprache" - aus der Perspektive von Studenten"; Dietrich Heither zu "Traditionsbeständen studentischer Männerbünde"; Barbara M. Kehm über "Charismatiker, Gremienhengste und Paradiesvögel. Zur Stereotypenbildung im Hochschulroman"; Sabine Besenfelder & Renate Föll haben anhand der Hochschullehrerbüros verschiedener Fachrichtungen "Das Outfit der Wissenschaft" untersucht; Marco Finetti & Armin Himmelrath schreiben zum Thema "Zwischen Lehrstuhl und Sozialhilfe. Aufstiegsrituale und Absturzgefahren für den Nachwuchs: ein guter Nährboden für wissenschaftliche Unredlichkeit; Rainer Kuhlen sieht die "Berufungsverfahren an deutschen Universitäten" als "eine gravierende Strukturschwäche"; Karin Zimmermann analysiert "Die soziale Konstruktion der Passfähigkeit in Personalauswahlverfahren. Berufungen an ostdeutschen Universitäten"; Clemens Klockner liefert eine systematische Darstellung des "Professoriats an Fachhochschulen"; Jürgen Enders schreibt über "Die Stellung der Hochschullehrer an den amerikanischen Universitäten: ein Vorbild für die deutschen Hochschulen?"; Hermann Horstkotte unter dem Titel "Mehr als eine Frage der Ehre. Der Dr. h.c. und der Honorarprofessor", und Jochen Hörisch entdeckt " Die Liebe der Alma mater".
Eingeführt wird der Band mit einer ausführlichen Studie der Herausgeber (Falk Bretschneider/Peer Pasternack: Rituale der Akademiker), die das Themenfeld absteckt. Diese ist auch online als pdf-Datei verfügbar: Falk Bretschneider / Peer Pasternack: Rituale der Akademiker; ebenso das gesamte Heft: Falk Bretschneider / Peer Pasternack (Hg.): Akademische Rituale. Symbolische Praxis an Hochschulen.;

Original-Netzquelle (= hochschule ost).

 

 

 

Peer Pasternack: 25 Jahre Aufarbeitung, Erforschung und Dokumentation der akademischen Medizin in SBZ, DDR und Ostdeutschland, in: ders., Akademische Medizin in der DDR. 25 Jahre Aufarbeitung 1990–2014, Akademische Verlagsanstalt, Leipzig 2015, S. 9-111.

 

Peer Pasternack: Sozialistischer Funktionalismus. Hochschulbau in der DDR, in: Forum Wissenschaft 1/2015, S. 26-29.

 

Falk Bretschneider / Peer Pasternack: Akademische Rituale. Symbolische Praxis an Hochschulen, in: Peer Pasternack (Hg.), Hochschul- und Wissensgeschichte in zeithistorischer Perspektive. 15 Jahre zeitgeschichtliche Forschung am Institut für Hochschulforschung Halle-Wittenberg (HoF), Halle-Wittenberg 2012, S. 25-27.

 

Peer Pasternack / Carsten von Wissel: Von Humboldt bis Mode 2. Programmatische Konzepte der Hochschulentwicklung in Deutschland seit 1945, in: Peer Pasternack (Hg.), Hochschul- und Wissensgeschichte in zeithistorischer Perspektive. 15 Jahre zeitgeschichtliche Forschung am Institut für Hochschulforschung Halle-Wittenberg (HoF), Halle-Wittenberg 2012, S. 21-24.

 

Peer Pasternack / Carsten von Wissel: Programmatische Konzepte der Hochschulentwicklung in Deutschland seit 1945, in: Hans-Böckler-Stiftung (Hg.), Expertisen für die Hochschule der Zukunft. Demokratische und soziale Hochschule, Verlag Julius Klinkhardt, Bad Heilbrunn 2011, S. 21-72.

 

Peer Pasternack / Carsten von Wissel: Von Humboldt zur unternehmerischen Uni. Hochschulkonzepte im Widerstreit, in: BöcklerImpuls 9/2010, S. 4-5; Original-Netzquelle (=Hans-Böckler-Stiftung).